
Geschichtliche Hintergründe
Eine Urkunde vom 14. Februar 1573 erwähnt erstmals den Ort «guot zum Dürren Ast». Möglicherweise handelte es sich um eine Weinschenke, da solche oft durch getrocknete Äste am Eingang gekennzeichnet waren. Der genaue Standort ist unbekannt, lag aber sicherlich etwas höher, da das Dürrenast-Gebiet bis 1714 oft überschwemmt wurde. Vermutlich lag sie an der damaligen Hauptverbindungsstraße, der «Thungass» (heutige Frutigenstrasse). Interessanterweise liegt genau der höchste Punkt der Frutigenstrasse nahe dem späteren Restaurant Bären. 1783 bestand Dürrenast aus nur vier Häusern und einer Schiffsanlegestelle am heutigen Lachenkanal.
Erst ab 1870 wuchs das Quartier und entwickelte eine dörfliche Infrastruktur. 1924 erhielt Dürrenast eine Bahnstation und eines der ersten Kinos, das 1929 abbrannte und 1930 als Kino Tannenhof wiedereröffnet wurde. Später als «Capitol» bekannt, schloss es 1972.
1893 wurde das erste Schulhaus in Dürrenast, bezeichnenderweise an der Schulstrasse eröffnet, 1905 folgte ein weiteres. Das alte Schulhaus, seit 1911 als Sekundarschule genutzt, wurde 1958 durch einen Neubau ersetzt.
Die Ausgaben der Einwohner¬gemeinde Strättligen stiegen rasch an, nicht aber die Steuereinnahmen. Die Steuerertrage hielten nicht Schritt mit der Bevölkerungszunahme. Das lag am damaligen Steuergesetz. Das Arbeitseinkommen musste am Erwerbsort und nicht am Wohnort ver¬steuert werden. Da fast alle Strättliger/innen in den Thuner Fabriken arbeiteten, fielen der Stadt Thun die Einnahmen und Strättligen die Lasten für die Infrastruktur zu. Diese unerfreuliche Lage führte am 1. Januar 1920 zur Fusionierung der beiden Einwohner-gemeinden (zusammen mit Allmendingen, Scherzligen, Neufeld und Gwatt).
1871 legte die Burgergemeinde Strättligen vier große Eisweiher an, um Kühleis für Brauereien, Metzgereien und Lebensmittelläden zu gewinnen. Das Eis wurde in einer Eishütte und einem Keller an der Burgstrasse gelagert. 1892 kam eine Kiesgrube hinzu, die für den Bau der Thunerseebahn genutzt wurde. Die Eisweiher wurden im Sommer zu einem beliebten Badeort. 1922 eröffnete dort die «Seebadanstalt Dürrenast», das heutige Strandbad Thun.
Geschichtliche Hintergründe Dürrenast
Eine Urkunde vom 14. Februar 1573 erwähnt erstmals den Ort «guot zum Dürren Ast». Möglicherweise handelte es sich um eine Weinschenke, da solche oft durch getrocknete Äste am Eingang gekennzeichnet waren. Der genaue Standort ist unbekannt, lag aber sicherlich etwas höher, da das Dürrenast-Gebiet bis 1714 oft überschwemmt wurde. Vermutlich lag sie an der damaligen Hauptverbindungsstraße, der «Thungass» (heutige Frutigenstrasse). Interessanterweise liegt genau der höchste Punkt der Frutigenstrasse nahe dem späteren Restaurant Bären. 1783 bestand Dürrenast aus nur vier Häusern und einer Schiffsanlegestelle am heutigen Lachenkanal.
Erst ab 1870 wuchs das Quartier und entwickelte eine dörfliche Infrastruktur. 1924 erhielt Dürrenast eine Bahnstation und eines der ersten Kinos, das 1929 abbrannte und 1930 als Kino Tannenhof wiedereröffnet wurde. Später als «Capitol» bekannt, schloss es 1972.
1893 wurde das erste Schulhaus in Dürrenast, bezeichnenderweise an der Schulstrasse eröffnet, 1905 folgte ein weiteres. Das alte Schulhaus, seit 1911 als Sekundarschule genutzt, wurde 1958 durch einen Neubau ersetzt.
Die Ausgaben der Einwohner¬gemeinde Strättligen stiegen rasch an, nicht aber die Steuereinnahmen. Die Steuerertrage hielten nicht Schritt mit der Bevölkerungszunahme. Das lag am damaligen Steuergesetz. Das Arbeitseinkommen musste am Erwerbsort und nicht am Wohnort ver¬steuert werden. Da fast alle Strättliger/innen in den Thuner Fabriken arbeiteten, fielen der Stadt Thun die Einnahmen und Strättligen die Lasten für die Infrastruktur zu. Diese unerfreuliche Lage führte am 1. Januar 1920 zur Fusionierung der beiden Einwohner-gemeinden (zusammen mit Allmendingen, Scherzligen, Neufeld und Gwatt).
1871 legte die Burgergemeinde Strättligen vier große Eisweiher an, um Kühleis für Brauereien, Metzgereien und Lebensmittelläden zu gewinnen. Das Eis wurde in einer Eishütte und einem Keller an der Burgstrasse gelagert. 1892 kam eine Kiesgrube hinzu, die für den Bau der Thunerseebahn genutzt wurde. Die Eisweiher wurden im Sommer zu einem beliebten Badeort. 1922 eröffnete dort die «Seebadanstalt Dürrenast», das heutige Strandbad Thun.
Mehr Bilder und Informationen unter: https://thunensis.com/duerrenast/